Assoimprenditori Bolzano

03/10/2019


Die Zukunft der europäischen Metallindustrie stand gestern in Bruneck im Mittelpunkt des ersten Treffens der deutschen und italienischen Dachverbände der Metallindustrie, Gesamtmetall und Federmeccanica.

Präsident Federico Giudiceandrea unterstrich dabei die Brückenfunktion des Unternehmerverbandes Südtirol: „Wir wollen unsere Rolle als Plattform des Austausches zwischen den zwei bedeutendsten Industrienationen Europas immer stärker ausbauen. Durch diesen Dialog können wir Impulse bei strategischen Zukunftsthemen wie Automatisierung, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit setzen, die gerade auch von der metallverarbeitenden Industrie mit ihren innovativen Unternehmen wesentlich mitgestaltet wird.“

Am Vormittag stand die Besichtigung zweier Südtiroler Leitbetriebe in Bruneck auf dem Programm: GKN Sintermetals und Intercable. „Sie stehen stellvertretend für die Innovationskraft aller 80 Mitgliedsunternehmen der Sektion Metall im Unternehmerverband, die insgesamt über 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Damit sind sie nicht nur in den Ballungszentren, sondern vor allem im ländlichen Raum, die wichtigsten Arbeitgeber und garantieren sichere, hochqualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze“, unterstrich Klaus Mutschlechner, Präsident der Sektion Metall.

Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander sprach in seinem Beitrag am Nachmittag u.a. über die Konjunkturlage in Deutschland und die Bedeutung der Metallindustrie: „Eine auf dem Weltmarkt erfolgreiche Metall- und Elektro-Industrie ist der Eckpfeiler des Wohlstands - diese Erfahrung teilen Italien und Deutschland. Als große Industrienationen wissen wir auch, wie wichtig der Europäische Binnenmarkt ist. Die Stimme der wirtschaftlichen Vernunft wird viel zu selten gehört. Ich bin deshalb froh und dankbar, in Federmeccanica und im Unternehmerverband Südtirol starke Verbündete, Partner und Freunde zu haben."

Federmeccanica-Generaldirektor Stefano Franchi unterstrich die Innovationskraft der metallverarbeitenden Betriebe: „In den Unternehmen und in der Gesellschaft gibt es einen Wandel. Hier müssen wir ansetzen, best practices nutzen, um positive Kreisläufe, die einen Kulturwandel einleiten können, anzustoßen. Die Zusammenarbeit, die Einbindung und die zentrale Rolle des Menschen sind Tatsachen, die von außen oft nicht wahrgenommen wird. Wir müssen allen vermitteln, dass in unseren Unternehmen Mehrwert produziert und Werte geschaffen werden. Wir müssen unser Wissen, die Qualität und die Technologien, die unsere Betriebe weltweit wettbewerbsfähig machen, erhalten. Klar, wir müssen stolz sein, aber wir müssen uns genauso bewusst sein, dass dies nicht selbstverständlich ist und deshalb von allen unterstützt werden muss.“




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